Allgemeine Infos zur Veterinärthermografie


Einsatzbereiche und Möglichkeiten

  • bei unspezifischen Lahmheiten ohne erkennbaren Grund
  • nach dem Abliegen oder Wälzen kommt das Tier nicht mehr gut hoch ohne erkennbaren Auslöser
  • bei Rittigkeitsproblemen, Steifheit, Händigkeiten
  • zur Sattelpasskontrolle
  • um Entzündungsherde oder Durchblutungsstörungen aufzuspüren
  • bei plötzlich auftretenden Veränderungen im Verhalten wie Berührungsängste oder Aggressionen
  • Trainings- und Therapieverlaufskontrolle
  • zur Dokumentation des Gesundheitszustandes z.B. nach Verletzungen oder Operationen
  • als Ergänzung der AKU des Tierarztes
Hufabszess - wurde 2 Tage später geöffnet
Hufabszess - wurde 2 Tage später geöffnet

Wie Funktioniert die Thermografie?

Einfaches Prinzip:

Jeder Organismus strahlt aufgrund der Stoffwechselprozesse im Körper Wärme ab. Im Bereich einer Verletzung arbeitet der Körper auf Hochtouren, um diesen Bereich oder die betroffene Struktur zu regenerieren. Bei diesen Stoffwechselprozessen entsteht zusätzliche Wärme, die mit Hilfe der Wärmebildkamera sichtbar gemacht werden kann.

 

Moderne Technik:

Wichtig für gute Ergebnisse ist gutes Equipment: Ich arbeite mit einer hochwertigen Wärmebildkamera der Marke testo. Diese liefert aufgrund ihrer hohen Pixelauflösung eine optimale Bildqualität und dank ihrer thermischen Empfindlichkeit von 0,06°C präzise Messergebnisse.

 

Mein Qualitätsanspruch:

Ein standardisiertes Aufnahmeverfahren teilt den Körper in einzelne Bildbereiche. Die Bearbeitung erfolgt mit einer speziellen Software, erst danach werden die Ergebnisse mitgeteilt. Es wird keine Diagnose gestellt, das ist Aufgabe eures Tierarztes.

 

 

 


Unser Termin vor Ort

Da die Wärmebildkamera das Format einer normalen Fotokamera hat, komme ich mobil zu euch in den Stall oder das gewohnte Umfeld des Tieres - ganz stressfrei und somit auch für sensible Tiere gut geeignet. Die Kamera arbeitet nahezu geräuschlos, kabelos und ruhig. Die Aufnahmen dauern nur 15-20 min, je nachdem, wie brav das Tier ist und wie gut es sich so hinstellen lässt, dass ich alle Körperregionen des Tieres aufnehmen kann. Dazu kommt noch ein ausführliches Anamnesegespräch, sowie eine Sichtkontrolle des Tieres. Zudem schaue ich mir das Gangbild ein und taste nach den Aufnahmen auch einmal den Körper ab, um mir Auffälligkeiten zu notieren.


Detailgenau: Auswertung und Befundbericht

Bearbeitung:

Die aufgenommenen Thermogramme werte ich zuhause am Laptop mit einer speziellen Software aus. Ich vergleiche die rechte und linke Körperseite miteinander und suche nach thermischen Auffälligkeiten im Wärmemuster des Pferdes. Diese können Hinweise auf Entzündungsherde, Verspannungen oder Durchblutungsstörungen liefern.

 

Ergebnis:

Zusammen mit den von euch gegebenen Informationen zur Krankengeschichte sowie dem vor Ort gewonnenen Eindruck des Pferdes erarbeite ich nun den Befundbericht. Diesen bekommt ihr dann als pdf zugemailt und könnt ihn an Tierarzt, Hufschmied oder Sattler weiterleiten.

Gerne können wir im Anschluss auch nochmal telefonieren und den Befundbericht und gegebenenfalls weitere Maßnahmen besprechen.



Grenzen der Thermografie

Wie bei allen Dingen im Leben, gibt es auch hierbei Grenzen der Einsatzmöglichkeiten der Thermografie bzw. in diesem Fall auch Strukturen, die man nicht darstellen kann.

  • Knochenstrukturen : degenerative Veränderungen wie Spat oder Arthrosen lassen sich nur im akuten Schub darstellen. Ist der Stoffwechselprozess (die Entzündung) abgeschlossen, so entsteht keine deutlich darstellbare thermische Auffälligkeit
  • Organe: der Zustand der inneren Organe lässt sich nicht explizit thermografisch darstellen. Aufgrund von energetischen Störungsmustern können Stagnationen im Qi - Fluss vermutet werden und so Rückschlüsse auf die Funktionskreise nach der traditionellen chinesischen Medizin gezogen werden, aber schulmedizinische Darstellungen der Organe sind nicht möglich.
  • Verletzungen im Sehnen- oder Bänderbereich: thermische Auffälligkeiten wie Entzündungen können auf der Körperoberfläche genau lokalisiert werden, allerdings definiert die Thermografie nicht die darunterliegenden verletzten Strukturen.

In diesen Fällen haben andere bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT und Ultraschall ihre Vorteile und können hier zur genauen Diagnostik eingesetzt werden.

Für weitere Infos melde dich gerne bei mir, ich berate dich gern.