Ein paar Beispiele für euch

Regelmäßig sehe ich viele spannende bunte Bilder, manchmal sind es regelrechte Überraschungen, sowohl für mich, als auch für den Pferdebesitzer.

Hier zeige ich euch mal eine Auswahl spannender Bilder. 

Präventiv Checks mit Folgen

Hier konnte ich mit meiner Kamera schon bis dato unauffällige Verletzungen aufzeigen, sodass hier rechtzeitig gehandelt werden konnte, bevor es zu schlimmeren oder gar womöglich dauerhaften Schäden am Pferdekörper kommt. 

Besonders in der Zeit der Ausbildung des Jungpferdes ist es ratsam, einen präventiven Check durchzuführen. So können Blockaden, Verletzungen etc. rechtzeitig erkannt und behandelt werden, bevor das Pferd Schmerzen bei der Arbeit mit dem Menschen zeigt und gegebenenfalls unschöne Reaktionen die Folge sind. 

Sattelpasskontrolle  -  Das Bindeglied zwischen Reiter und Pferd

Das ist mit der spannendste Teil in der Arbeit als Pferdethermografin und manchmal ist es mehr als erstaunlich, was ein Pferd so alles aushalten kann. Aber seht selbst. 

 

Auf diesen zwei Bildern seht ihr einen Sattel mit relativ punktuellem Druck etwa handflächengroß neben dem Widerrist, deutlich mehr Druck dabei auf der rechten Seite. In Graustufen dazu den Pferderücken nach dem Reiten. Das Pferd zeigte deutliche Händigkeiten. Die Seitengänge waren nach rechts viel schwieriger, der Linksgalopp deutlich besser. 

 

 

Kontrolle des Therapieverlaufs

Einsetzbar z.B. nach Sehnenschäden oder Gelenksentzündungen, um zu sehen, wie gut die Verletzung abgeheilt ist und wie sehr das Pferd schon wieder belastet werden kann. 

Dabei ist die Thermografie eine sehr sensible Methode, die deutlich aufzeigt, ob der Heilungsprozess wirklich schon abgeschlossen ist oder nicht. 

Hier im Bild die Kontrolle eines Sehnenschadens, bei dem das Pferd bereits wieder voll geritten werden durfte laut Tierarzt. Die Thermogramme zeigen eine deutliche Besserung, aber noch nicht vollständige Genesung. Meine Empfehlung lautete hier: zunächst noch weiter nur mäßige Belastung, kein tiefer Boden, keine allzu engen Wendungen. 

 



Therapieverlaufskontrolle Hufgelenksentzündung

Die Therapieverlaufskontrolle nach Verletzungen ist ein besonders spannender Bereich der Pferdethermografie, finde ich jedenfalls. 

Manchmal ist es wortwörtlich "krass" zu sehen, wie sehr der Körper noch mit Verletzungen, Überlastungen oder Narben zu tun hat.

Da bei sämtlichen Veränderungen an der regulären Gewebestruktur Stoffwechselprozesse in Gang sind, entsteht an den jeweiligen Arealen Wärme,

die ich mit Hilfe meiner Kamera sichtbar machen kann. 

Aufnahme vom 15.12.2018

 

Das Pferd lahmte zum Aufnahmedatum bereits seit 5Tagen nachdem er sich an der Longe bei der Stangenarbeit gestoßen hatte. Er wurde bereits einer Tierärztin vorgestellt und erhält zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits Schmerzmittel und Entzündungshemmer und hat Boxenruhe. 

Deutlich zu sehen ist im Bereich des rechten Hinterhufes / Hufgelenks eine großflächige Wärmequelle, mit bis zu 7°C Temperaturunterschied zum linken Hinterhuf. Auf verschiedenen Bilder ist deutlich zu erkennen, dass es nicht an der Sohle (z.B. wie bei einem Verdacht einer Lederhautreizung) liegt und die Entzündung sich lediglich an der Innenseite des Hufes befindet (somit ist eine Hufrehe auszuschließen). Es konnten sonst am Pferd keine thermischen Auffälligkeiten lokalisiert werden, sodass die Diagnose der Tierärztin mit der Thermografie untermauert wird. 

 

Aufnahme vom 22.12.2018

 

 

 

Hier nochmal die Hinterhufe eine Woche später, aufgenommen am 22.12.2018 .

 

Die Temperaturdifferenz von rechtem und linken Hinterhuf beträgt nur noch 1,8°C. Das Pferd belastete schon wieder deutlich gleichmäßiger. Zu diesem Zeitpunkt hielt er noch Boxenruhe mit zweimal täglich 15 min Schritt auf hartem Boden.