Pferdethermografie


Da ich mich sehr für das Wissen rund ums Pferd begeistern kann und gerne auch Dinge handfest sehen kann, beschäftige ich mich schon länger mit den Möglichkeiten, die die Thermografie für den Reiter und Pferdefreund bietet. Von Komplett Checks der Muskulatur und des Bewegungsapparates,  über Berührungsempfindlichkeiten und Lahmheitsdiagnostiken gibt es eine große Bandbreite an Auffälligkeiten, die die Wärmebildkamera aufzeigen kann. Nach einer Sattelpasskontrolle mit Hilfe der Pferdethermografie, weißt du, ob dein Sattel wirklich passt. Ein Sattler kann den Sattel im Stand gut anpassen, in der Bewegung allerdings nicht drunter fassen. So können die angefertigten Bilder der Thermografie auch hier noch Verbesserungen möglich machen. 

Diese Methode ist non-invasiv und für das Pferd völlig stress- und strahlungsfrei. Es bleibt in seinem gewohnten Umfeld und braucht weder Sedierung noch sonst irgendwelche Medikamente. Als Thermografin muss ich das Tier nicht einmal anfassen, sodass diese Methode auch für scheue, sensible Tiere geeignet ist. Ich benötige lediglich einen neutralen Hintergrund. Zudem sollte das Tier vorher in Ruhe sein, sodass die Bilder nicht durch entstandene Wärme durch Bewegung und Training verfälscht werden.  Genauere Infos gebe ich gerne direkt persönlich, wer sich dafür interessiert, ruft mich einfach an.

 

50-60 standardisierte Aufnahmen des Pferdes. Völlig stressfrei in seinem gewohnten Umfeld. 

Beispiele meiner Arbeit



Auswirkung Ungleichmäßiger Bemuskelung

Aufnahme 17.12.2018 zur Trainingsbegleitung

 

Auf dieser Aufnahme ist zu erkennen, dass jeweils der linke Vorderhuf und Hinterhuf deutlicher und großflächiger erwärmt sind als ihre Gegenspieler auf der rechten Seite. Die Temperaturdifferenzen lagen jeweils bei ca. 2 °C, was für mich bereits einen Befund darstellt. 

Bei der genauen Betrachtung des Pferdes im Stand war zu erkennen, dass die Bemuskelung entlang der Oberlinie, aber auch seitlich im Bereich des Rippenbogens und über dem Ellenbogen Asymmetrien aufwieß. 

Da ich Pferd und Reiter ja nun immer erst bei einem Termin kennenlernen kann, ist es dann schwierig, direkt die Ursache auszumachen. 

Speziell in diesem Fall berichtete die Besitzerin von einem Unfall im letzten Winter, bei dem das Pferd mit der Hinterhand auf Asphalt weggerutscht war und auf der Seite gelandet ist. Seitdem gestaltete sich das Training schwieriger und die Asymmetrie ließ sich kaum ausgleichen, was sich in deutlichen Rittigkeitsunterschieden von rechter und linker Hand besonders in den Seitengängen und im Galopp zeigte. Meine Empfehlung in diesem Fall war eine Behandlung durch einen Osteopathen oder Physiotherapeuten, um eventuelle Dysbalancen im Bewegungssystem zu lösen, sowie eine Kontrolle des Sattels, um sicherzustellen, dass dieser sich nicht verzogen hat. 

Auch hier bin ich gespannt, das Pferd in einigen Wochen oder Monaten wiederzusehen und festzuhalten, wie es sich entwickelt hat.